Simon Chevrier; Christian Ruzicska (Übersetzer)
Foto auf Anfrage
Als der Ich-Erzähler in „Foto auf Anfrage“ das Porträt „Daniel Schook Sucking Toe“ des legendären Fotografen Peter Hujar entdeckt, ist er fasziniert von dem Mann im Bild. Er fängt an, über ihn zu recherchieren. Ein Dialog zwischen dem Toulouse der Gegenwart und dem New York der 80er Jahre entsteht.
Tadgh Mac Dhonnagáin; Elvira Veselinovic (Übersetzerin)
Madame Lazare
Ausgezeichnet mit dem European Prize for Literature. Ein sprachliches Kunstwerk über Identität und ihren Verlust, über Sprache, das Unsagbare, Traumata, ein schreckliches Geheimnis und nicht zuletzt über das Erzählen selbst, mit mehreren Zeit- und Stilebenen, übersetzt aus dem irischen Original.
Mattias Timander; Hanna Granz (Übersetzerin)
Dein Wille wohnt in den Wäldern
„Dein Wille wohnt in den Wäldern“, das Debüt des schwedischen Autors Mattias Timander, ist ein stiller, aber – auch aufgrund der ethnischen Wurzeln des Autors – unerschrockener Roman über Herkunft, Zugehörigkeit und das Leben zwischen Schweigen und Sprache.
Miroslav Hlaučo; Raija Hauck (Übersetzerin)
Pfingsten
Erinnerungen an ein Ende der Welt
St. Georg, 1903: ein Bergdorf, in dem Wunder Alltag sind. Doch die Moderne klopft an. Als der totgeglaubte Odysseus zurückkehrt und ein K.u.K.-Notar das Dorf prüft, müssen die letzten Wunder verborgen werden. Magischer Realismus mit Witz. Magnesia-Preis 2025 (Buch & Debüt).
Joost Oomen; Lisa Mensing (Übersetzerin)
Ein volles Leben
In zärtlichen Bildern erzählt Joost Oomen von einem Mann, der sein Leben auf eine schöne Weise beenden möchte. Und von einem anderen, der der Hässlichkeit des Todes täglich in die Augen sehen muss. Gemeinsam nähern sie sich zutiefst menschlichen Fragen: Was können wir dem Leben abgewinnen? Und wie wollen wir sterben?
Stanisław Vincenz; Übersetzung: Herbert Ulrich, Bernhard Hartmann, Karl Dedecius, Myrrha Holzapfel, Ulrich Loepfe
Auf der Suche nach dem Taubenbuch des Baal Schem Tow
Geschichten von der Hohen Karpathenalm
Dieses großes Epos führt in die Berge der Waldkarpathen. Dort, in Ostgalizien, lebte das Volk der Huzulen mit »Waldjuden« in guter Nachbarschaft. Zu ihnen gehörte einst auch der legendäre Baal Schem Tow. In zwei Weltkriegen wurden die Region und das friedliche Miteinander zerstört. Zum Bewahrer ihrer Geschichten wurde Stanisław Vincenz.
Ron Rash; Gottfried Röckelein (Übersetzer)
Mit einem Fuß im Paradies
South Carolina, Anfang der 50er-Jahre: Wo ist Holland Winchester, der im ganzen Tal bekannte Störenfried und Schläger, bzw. wo ist seine Leiche versteckt? Dass er ermordet wurde, dessen ist sich
Bezirkssheriff Will Alexander sicher.
Aus fünf verschiedenen Perspektiven erzählt Ron Rash das Drama eines Ortes in einem Tal der Appalachen, schildert die Unbarmherzigkeit des Lebens und die aufgegebenen Träume seiner Bewohner.
Jeremy Reed; Übersetzung: Pociao (Sylvia de Hollanda)
Du stirbst nur zweimal.
In »Du stirbst nur zweimal« lässt Jeremy Reed Sylvia Plath im Wechsel mit ihrem Alter Ego Victoria Lucas – das Pseudonym, unter dem sie ihren Weltbestseller »The Bell Jar« veröffentlichte – die selbstzerstörerische Existenz einer Dichterin zwischen Kunst, Ehe und dem Hausfrauendasein mit zwei Kindern leben.
Monique Wittig; Elmar Tophoven (Übersetzer)
Opoponax
Monique Wittig, eine Ikone der Frauenbewegung, erzählt in ihrem 1964 erschienenen Debütroman Opoponax mit subversivem Witz und großer Sprachlust vom Aufwachsen eines Mädchens.
Miroslava Kuľková; Stefanie Bose (Übersetzerin)
Hotel Balkan
Sieben Erzählungen, von denen jede in einem anderen Balkanland spielt. Wenn die Politik in den Hintergrund tritt, rücken die Menschen mit in den Vordergrund. In der verworrenen balkanischen Realität suchen sie ihren eigenen Weg – zu anderen und vor allem zu sich selbst.
Alai; Christoph Palm, Wu Xiujie (Übersetzung)
Die Erde bebt
Der Umgang mit dem Unbegreiflichen
Ein erschütternder Roman des tibetischen Autors Alai (阿来): Die Erde bebt verknüpft die Erinnerung an das Erdbeben in Sichuan 2008 mit einer tief berührenden Erzählung über Verlust, Ritual und Hoffnung.
Isaac Bashevis Singer; Sophie Lichtenstein (Übersetzerin)
Ein Schiff nach Amerika
Warschau in den 1930er Jahren, ein junger Schriftsteller schreibt, grübelt, zweifelt. Während Europa auf den Abgrund zu taumelt, kämpft er mit Fragen, die keine Antwort finden, und mit Frauen, denen er nicht treu bleibt. Amerika soll der Schlüssel zu einem anderen Leben werden. Doch die Überfahrt bringt keine Erlösung ...
Sergio Ramírez; Lutz Kliche (Übersetzer)
Jetzt bist du nicht mehr bei mir
Erzählungen
Auf ganz unterschiedliche Weise bilden die neuen Erzählungen von Sergio Ramírez die Realität Nicaraguas ab und lassen ein Kaleidoskop des Lebens in Lateinamerika entstehen, das immer auf der Grenze zwischen menschlicher Komödie und menschlicher Tragödie balanciert.
Vera Reznik; Alexandra Berlina (Übersetzerin)
Dreiviertelporträts
Romanskizzen
Das Familienalbum der Großtante versammelt eine Handvoll illustrer Gestalten, deren verwickelten Lebenspfaden und -fäden wir durch die frühe Sowjetunion folgen.
Dubravka Ugrešić; Marie Alpermann (Übersetzerin)
Füchsin
Wie entstehen Erzählungen? Wer entscheidet, was erzählt wird und über wen? Von diesen Fragen angetrieben, schreibt Dubravka Ugrešić einen Roman über das Schreiben selbst – vielschichtig und geradezu ausgefuchst.
Ena Katarina Haler; Klaus Detlef Olof (Übersetzer)
Die Schuldlosen
Rebellion und Selbstermächtigung einer jungen Frau, die auf den Ruinen der Väter eine Zukunft bauen muss. Ein literarisches Ereignis von seltener emotionaler Wucht.
Anna Beata Háblová; Julia Miesenböck (Übersetzerin)
Die Schicht
Das Leben der jungen Petra ist alles andere als abwechslungsreich. Tag für Tag sitzt sie an der Kasse im Supermarkt, scannt Artikel ein, füllt Regale auf oder sortiert welkes Gemüse aus. Petra flüchtet sich in Tagträume, ist in Gedanken bei ihrer wahren Passion: dem Malen, der Kunst. Als ihr ein Bild, das sie im Auftrag einer Arbeitskollegin malt, besonders gut gelingt, steigert sich Petra in eine Obsession: Niemals wird sie dieses Kunstwerk jemand ande rem überlassen. Die bekannte tschechische Autorin Anna Beata Háblová behandelt auf feinfühlige Weise relevante soziologisch-kulturelle Themen: unwürdige Arbeits bedingungen, Selbstfindung in einer Konsumwelt, soziale Klassenunterschiede. «Die Schicht» ist ein Roman, der auf die Kraft der Sprache, Fantasie und feine Erzählkunst setzt.
Stig Dagerman; Paul Berf (Übersetzer)
Unser nächtlicher Badeort
Stig Dagerman (1923–1954) schildert in seinen Erzählungen, oft nah am eigenen Leben, eindringlich vermeintlich beiläufige Begebenheiten und Beobachtungen. Tiefe Empfindsamkeit wechselt sich mit schonungsloser Ehrlichkeit ab. Kein Wort ist zu viel, keine Formulierung will mehr, als sie ausdrückt. Immer geht es um die Suche nach dem richtigen Leben.
Leye Adenle; Yasemin Dinçer (Übersetzerin)
Schatten der Schuld
Ein Lagos-Thriller
www.interkontinental-verlag.de
Leye Adenles fulminante Thriller-Trilogie blickt aus verschiedenen Winkeln auf eine Welt der Extreme, immer im pulsierenden Rhythmus der westafrikanischen Megacity Lagos.
Margaret Laurence; Monika Baark
Glücklichere Tage
Morag Gunn wächst als Waise in der Prärie Kanadas auf und erkämpft sich zwischen gescheiterter Ehe und der Identitätssuche ihrer Tochter ihren Platz als Schriftstellerin. Der Roman verknüpft autobiografische Erfahrungen mit den Mythen Kanadas zu einem großen Gesellschafts- und Künstlerinnenroman.
Banu Mushtaq; Katrin Binder (Übersetzerin)
Meistens bleibt ja die Frau zu Hause
In ihren Storys, die über drei Jahrzehnte hinweg entstanden sind, feiert Banu Mushtaq die kleinen, alltäglichen Arten weiblichen Widerstands in einem von Klassismus und Korruption zerfressenes Land – Indien. Dafür erhielt sie den International Booker Prize 2025.
Kari Hukkila; Maximilian Murmann (Übersetzer)
Tausend und eins
"Tausend und eins", der Debütroman des finnischen Autors Kari Hukkila, beschreibt eine Zeit aus den Fugen, in der politische, ökologische und gesellschaftliche Katastrophen eine Spaltung der Gesellschaft vorantreiben.
Diego Muzzio; Kirsten Brandt (Übersetzerin)
Goliaths Auge
Mitte der 1920er-Jahre, zwischen einer Nervenheilanstalt vor den Toren Edinburghs und einem Leuchtturm weit vor dem argentinischen Festland: In den Nachbeben des ersten Weltkrieges gehen zwei Männer ihren jeweils eigenen Weg der Vernunft und Moral, bis der eine zum Patienten des anderen wird. Im Angesicht des allgegenwärtigen Grauens beginnen Wahn
Unė Kaunaitė; Markus Roduner (Übersetzer)
2084
In einer nahen Zukunft verbringen Menschen ihr Leben fast vollständig in der virtuellen Realität „Bubble“. Kajus, ein stiller Beobachter dieser perfektionierten Welt, sucht nach dem, was noch echt ist: Gefühle, Nähe, Freundschaft - jenseits von Datenströmen, die Glück nur simulieren.
Rasa Bugavičute-Pēce; Lil Reif (Übersetzerin)
Der Junge, der im Dunkeln sah
Jēkabs muss schon als Kind ein bisschen erwachsen sein, um seinen blinden Eltern im Alltag zu helfen. Aber er möchte auch einfach nur Kind sein und zunehmend eigene Wege gehen, während seine Mutter verzweifelt versucht, ihn festzuhalten. – Die authentische Geschichte eines Jungen mit blinden Eltern.
Alice Urciuolo; Veren von Koskull (Übersetzerin)
Verehrung
Die Schule ist aus, der Sommer beginnt – heiß und endlos. Für die Jugendlichen in Pontinia, südlich von Rom, geht es um Freundschaft, die große Liebe und die Suche nach Identität. Doch über allem liegt der Schatten eines Dramas: Ein Jahr zuvor wurde die 17-jährige Elena von ihrem Freund getötet.
Gaëlle Bélem; Gudrun Honke (Übersetzerin)
Die seltenste Frucht
Leichtfüßig erzählt Gaëlle Bélem in ihrer Romanbiografie die unerhörte Lebensgeschichte von Edmond Albius, einem kreolischen Sklavenjungen auf der Île de Bourbon, der im Alter von 12 Jahren eine geniale Erfindung macht: Es ist zugleich die Geschichte des edelsten Aromas: der Vanille.
Lídia Jorge; Marianne Gareis (Übersetzerin)
Die Stunde der Nelken
Drei Jahrzehnte nach dem 25. April 1974, dem Tag der portugiesischen Revolution, soll die in den USA lebende Ich-Erzählerin Ana Maria Machado, Tochter eines linken portugiesischen Journalisten, für die CNN eine Fernsehreportage über die sogenannte »Nelkenrevolution« machen.
Tierno Monénembo; Gerhard Bierwirth (Übersetzer)
Addi Bâ
Der schwarze Terrorist
Eine wahre Geschichte, von Tierno Monénembo mit epischer Kraft und leiser Ironie erzählt – ein Roman über Mut und Menschlichkeit, über Angst und Solidarität und die Erinnerung an einen ungewöhnlichen Menschen, der für die Resistance gegen die deutsche Besatzung sein Leben gab.
Jérémie Gindre; Ruth Gantert & Steven Wyss (Übersetzung)
Tombola
In «Tombola» geraten sieben Frauen in unerwartete Situationen: Unfälle, Konflikte und Glücksmomente bringen ihren Alltag ins Wanken. Jérémie Gindre erzählt packend von Einsamkeit, Landschaft, Tourismus und der besonderen Atmosphäre abgelegener Orte.
Munir Hachemi; Matthias Strobel (Übersetzer)
Lebendige Dinge
Sie wissen, was sie letzten Sommer getan haben: In Munir Hachemis Debüt wird ein gemütlicher Ferienjob in Südfrankreich zum flirrend-unheimlichen Ökothriller zwischen Campingplatz und Hühnerfabrik.
Cécile Oumhani; Regina Keil-Sagawe (Übersetzerin)
Denn Tiger fressen keine Sterne
Mit der Begegnung zweier Frauen im Transit eines Flughafens beginnt eine Nacht des Erzählens durch Raum und Zeit: nach Indien und von Afghanistan nach Berlin, wo eine dritte Frau auftaucht. Ihre Stimmen vermischen sich. Frauen von gestern und heute, von hier und von anderswo, die mit Krieg, Exil, Trennung und Trauer konfrontiert sind.
Alice Brito; Markus Sahr (Übersetzer)
Die Frauen der Fonte Nova
Ein kompromissloses Debüt über starke Frauen im unterdrückten Portugal der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts!
Vikram Seth; Christophe Fricker (Übersetzer)
Golden Gate
Das Werk spielt in den 1980er Jahren im kalifornischen Silicon Valley, wo Wohlstand und Sonnenschein alles überstrahlen, und ist eine überschwängliche und irrwitzige Geschichte von Twens auf der Suche nach neuen Formen der Liebe, nach Vergnügen und dem unvermeidlichen Sinn des Lebens.
Alena Mornštajnová; Hana Hadas (Übersetzerin)
Zeit der Wespen
Alena Mornštajnová, eine der erfolgreichsten Stimmen der tschechischen Gegenwartsliteratur, erzählt in Zeit der Wespen eine leise, eindringliche Geschichte über die Macht der Vergangenheit. Im Mittelpunkt stehen Bára und der rätselhafte „Ptáčník“.
Vera Martynov; Yvonne Griesel (Übersetzerin)
41515 Wörter/слов
Reise durch die Stille zwischen Erinnerung und Krieg
«41515 Wörter/слов» ist eine Sammlung von Notizen, die sich in ein Theaterstück und zurück zu Tagebuchreflexionen wandeln. Autofiktional trauert Vera Martynov um ihre alte Welt, während sie in der neuen nach Halt sucht – stets konfrontiert mit der Reduzierung auf ihre tiefe Verbindung zur Ukraine.