Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung

Alda Merini: Die schönsten Gedichte schreibt man auf Steine

Lyrik

 

Zu entdecken ist eine der eigenständigsten Stimmen der italienischen Poesie des 20. Jahrhunderts. Sie zeichnet sich durch ihre elementare poetische Kraft aus, die aus einem zerrissenen Gemüt hervorbricht und zu einer oft auch ironischen Abgeklärtheit findet. Dabei bewegt sie sich geschickt zwischen Mythos, Religion und Erotik.

 

Auf dem Cover von "Die schönsten Gedichte schreibt man auf Steine" befindet sich ein Schwarz-weiß-Bild der Autorin. Sie trägt Perlenschmuck, hält eine Zigarette in der Hand und blickt in die Kamera.
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Alda Merini; Christoph Ferber (Übersetzer und Herausgeber)

Die schönsten Gedichte schreibt man auf Steine

Lyrik 

224 Seiten

25,- € / 25,70 €

ISBN: 978-3-87162-119-2

Erschienen am 5.8.2024

 

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Inhalt: 

 

Alda Merini (1931–2009) ließ früh mit ihren Gedichten aufhorchen. Bereits 1954 hob Pier Paolo Pasolini das unerhörte Gewicht gelebten Lebens in ihrer Poesie hervor. Von 1953 bis 1961 erschienen vier Bände mit ihren Gedichten, bis sie 1965 in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde und für fast zwei Jahrzehnte verstummte. Ihre Erfahrungen im Irrenhaus mit den damals üblichen  Behandlungsmethoden mit Zwangsjacken in Einzelzellen, Psychopharmaka und über 400 Elektroschock-Behandlungen sind in den Gedichtband "La Terra Santa " (1984)  eingegangen, der bald als Meisterwerk der italienischen Poesie gefeiert wurde, 1989 machte sie ein ganzseitiger Artikel mit großem Foto im "Corriere della Sera" schlagartig weit über den engeren von Kreis Lyrik-Lesenden hinaus bekannt; sie wurde zur »meistgeliebten Dichterin« Italiens. 1993 erhielt sie den angesehenen Preis Eugenio Montale und wurde wenig später für den Nobelpreis vorgeschlagen.


Die von Christoph Ferber ausgewählte und übersetzte zweisprachige Gedichtsammlung präsentiert das poetische Schaffen Alda Merinis von den Anfängen bis zu ihren letzten Jahren erstmals in deutscher Sprache.
Ein ausführliches Nachwort von Franziska Meier orientiert über den biographischen und literarhistorischen Kontext.

 

Die Autorin:

 

Alda Merini wurde 1931 als Tochter eines Versicherungsmaklers in Mailand geboren. Dort hat sie –bis auf wenige Jahre – immer gelebt. Schon die Gedichte der Schülerin ließen aufhorchen und eröffneten ihr den Zugang zu Giacinto Spagnolettis Kreis von Literaten und Dichtern, darunter Salvatore Quasimodo, Giorgio Manganelli, Pier Paolo Pasolini und Luciano Erbe.Sie wurden zu ihren literarischen "maestri" und teils engen Freunden.und Liebespartnern. 1954 heiratete Merini den Bäckermeister Ettore Carniti, zwei Töchter wurden geboren, bis Carniti seine Frau in die Psychiatrie einwies. Carniti starb 1983, Merini blieb verarmt und psychisch labil zurück und fand Hilfe bei dem Chirurg und Lyriker Michele Pierri aus Taranto. Nach einigen Jahren dort kehrte sie nach Mailand zurück. Ihr weiterer Weg (s. Langtext) führte schließlich bis zum Staatsbegräbnis 2009 im Mailänder Dom.

 

Der Übersetzer und Herausgeber:


Christoph Ferber (*1954) lebt seit 1983 auf Sizilien, er übersetzt aus dem Russischen, Italienischen und Französischen. 2014 wurde ihm der Schweizer Grand Prix für Übersetzung verliehen, 2016 erhielt er den Paul Scheerbart-Preis für die Übersetzung des Lyrikbandes "Was bleibt (wenn es bleibt) "von Eugenio Montale.
Franziska Meier ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Georg-August-Universität Göttingen.

 

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