Elfenbein Verlag

Simon Raven: Almosen fürs Vergessen / Die Überlebenden

Roman

 

Im letzten Band der Romanreihe „Almosen fürs Vergessen“ wirft Raven ein weiteres Mal einen entlarvenden Blick auf das Selbstverständnis und die scheinbar hehren Fundamente und Traditionslinien der „guten Kreise“ – und liefert zugleich einen feierlichen Abgesang auf einen edelmütigen Toten.

 

Auf dem Cover von "Almosen fürs Vergessen. Die Überlebenden" ist ein Mann mit Hut und Cocktail, der von einer Brücke blickt.
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Simon Raven; Sabine Franke (Übersetzerin)

Almosen fürs Vergessen / Die Überlebenden

Roman

400 Seiten

EUR (DE) 22,00 / CHF (CH) 29,90 / EUR (AT) 22,70

ISBN 978-3-96160-019-9

Erschienen am 08.01.2025

 

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Inhalt:

 

Mit der ersten deutschen Übersetzung der Romanreihe »Almosen fürs Vergessen« kann Simon Raven nun endlich auch hierzulande entdeckt werden. Mal mehr, mal weniger locker mit dem Lebensweg des englischen Berufssoldaten und Schriftstellers Fielding Gray verbunden, der nach einem Indienaufenthalt auch auf Zypern und in Deutschland stationiert ist, umspannen die zehn jeweils eigenständig lesbaren Romane erzählerisch die Jahre 1945 bis 1973. Sie sind miteinander verwoben durch die Mitglieder einer Gruppe privilegierter Internatsschüler, die sich im ersten Band »Fielding Gray« eben anschicken, in verschiedene politische, publizistische, wirtschaftliche und militärische Schaltstellen des britischen Gesellschaftslebens aufzurücken. Berührend, unerschrocken und höchst unterhaltsam erzählt Simon Raven davon, wie »menschliches Bemühen und Wohlwollen beständig dem heimtückischen Wirken von Zeit, Zufall und der übrigen Menschheit ausgesetzt sind«. Ein elitäres Bildungssystem, der Zusammenbruch des Britischen Reiches, Suezkrise und Kalter Krieg, Atomwaffenentwicklung und Studentenrevolte bilden den Hintergrund, vor dem die moralische Hybris und die menschlichen Schwächen der britischen Oberschicht und der zunehmend auch tonangebenden »Upper Middle Class« ins Visier genommen werden.

 

Zum Inhalt des zehnten und letzten Bandes: Venedig im Herbst 1973: Wer in der Literaturszene etwas auf sich hält, ist zum internationalen PEN-Kongress angereist, doch sind es nicht nur Literaten und Verleger, die sich in den Gassen und auf den Kanälen der Lagunenstadt tummeln. Zwei Forscher der Universität Cambridge haben dort ebenfalls Quartier genommen, und da in Bälde im legendären Casino eine exklusive Bakkarat-Gesellschaft um hohe Summen spielen wird, stoßen zwei ­Finanziers zu dem wohlgebildeten und wohlsituierten Kreis um die englischen Verleger Stern und Detterling dazu. Als in einem Palazzo eine rätselhafte alte Schrift auftaucht, gräbt sich der Autor Fielding Gray in die längst vergessene Geschichte einer italienisch-englischen Familien-Liaison ein – und fördert Kompromittierendes zutage.

Im zehnten und letzten Band der Romanreihe „Almosen fürs Vergessen“ laufen sich in dem erhaben verfallenden Sehnsuchtsort und Außenposten der gehobenen englischen Gesellschaft viele alte Bekannte über den Weg. Raven wirft dabei ein weiteres Mal einen entlarvenden Blick auf das Selbstverständnis und die scheinbar hehren Fundamente und Traditionslinien der „guten Kreise“ – und liefert zugleich einen feierlichen Abgesang auf einen edelmütigen Toten.

 

 

Das Bild zeigt den Autor Simon Raven mit Sakko und Fliege.
© Elfenbein Verlag

Der Autor:

 

SIMON RAVEN (1927–2001) war ein britischer Schriftsteller und Literaturkritiker, dessen 10-bändiger Romanzyklus „Almosen fürs Vergessen“ über die britische Upperclass heute mit dem Werk von Lawrence Durrell, Graham Greene, Anthony Powell und Evelyn Waugh verglichen wird. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Übersetzerin:

 

SABINE FRANKE (geb. 1970) ist Übersetzerin und Lektorin. Ihre Übersetzung von Simon Ravens  Romanzyklus ist im deutschsprachigen Feuilleton mehrfach gelobt worden.

 

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