In diesem Band werden die Erfahrungen queerer Muslim*innen geteilt sowie wissenschaftliche Beiträge zum Thema veröffentlicht. Mit einem Vorwort von Seyran Ateş.
Carolin Leder u. Tugay Saraç; Ibn Rushd-Goethe Moschee (Hrsg.)
Politik / Zeitkritik
232 Seiten
EUR (DE) 20,00 / CHF (CH) 30,00 / EUR (AT) 20,60
ISBN 978-3-89656-349-1
Erschienen am 05.03.2025
Dieses Buch in der Lieblingsbuchhandlung vor Ort oder hier kaufen.
Inhalt:
Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist in vielen muslimischen Gemeinschaften noch immer stark tabuisiert. Gläubige insistieren dabei auf der Unvereinbarkeit zwischen einer religiösen und einer sexuellen und/oder geschlechtlichen Identität, wie sie ihrer konservativ ausgerichteten Auslegung des Korans entspricht.
Aus dieser Situation ergibt sich ein vielfacher Bedarf an Unterstützung und seelsorgerischer bzw. rechtlicher Beratung, dem die Anlaufstelle Islam & Diversity (AID) seit März 2020 in ihrer Arbeit nachkommt. Der Sammelband Liebe ist halal soll eine Grundlage für die queer-muslimische Community schaffen. Dabei verbindet die liberale Ausrichtung der Ibn Rushd-Goethe Moschee auf einzigartige Weise die muslimische Perspektive mit der dringenden Notwendigkeit, Strukturen zu kritisieren, die Queerfeindlichkeit in islamischen Gemeinschaften fördern – und legt zugleich eine wissenschaftlich fundierte Basis für eine queer-muslimische Bewegung.
Die Ibn Rushd-Goethe Moschee vertritt einen progressiven, zeitgemäßen Islam, welcher mit Demokratie und Menschenrechten vereinbar ist. Wir leben einen Islam, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt und gleichwertig sind. Sowohl Männer als auch Frauen dürfen bei uns Predigten halten, das Gebet leiten oder als Imam*in tätig sein. Unsere Türen stehen zudem allen queeren Personen offen, um auch ihnen einen Ort der spirituellen Geborgenheit anzubieten. Bei uns sind alle Glaubensrichtungen des Islam herzlich willkommen.
Die Autoren:

CAROLIN LEDER, geboren 1994 in Berlin, Studium der Erziehungswissenschaft, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt unter Berücksichtigung von Intersektionalität sowie Medienpädagogik.

TUGAY SARAÇ wurde 1997 in Berlin als Kind der dritten Generation einer sogenannten Gastarbeiterfamilie geboren. Aufgrund seiner eigenen Homosexualität, die er ablehnte, radikalisierte er sich zunehmend. Heute leitet er die Anlaufstelle Islam und Diversity, die sich für die Anliegen queerer Muslim*innen und ex- Muslim*innen einsetzt.