Reprodukt Verlag

Anke Feuchtenberger: Genossin Kuckuck

Ein Deutsches Tier im Deutschen Wald

 

"Genossin Kuckuck" ist eine fantastische und zugleich autobiografische Bilderzählung, die den Bogen über eine Kindheit im Dorf Pritschitanow der 1960er Jahre bis zur Privatisierung von Volkseigentum in den 1990ern spannt.

 

Auf dem Cover von "Genossin Kuckuck" sind Mädchen, die aus einem See kommen und etwas in den Händen tragen, das aussieht wie lange Haare.
Ein Klick auf das Cover führt zur Leseprobe

Anke Feuchtenberger

Genossin Kuckuck

Ein Deutsches Tier im Deutschen Wald

Graphic Novel

448 Seiten

44 Euro

ISBN: 978-3-95640-346-0

Erschienen am 4. September 2023

 

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Inhalt:

 

Kerstin kommt zu spät: Ihre Großmutter ist bereits beerdigt und das Fotoalbum, welches ihr versprochen wurde, ist nicht zu finden. Sie kommt nicht mehr weg aus der alten Dorfschule, in der ihre Großmutter Russischlehrerin war und in der sie aufwuchs. Kerstin wird von Effi heimgesucht, der sie noch die Einlösung eines Schwurs schuldig ist und Sternemann&Greiff, die – mit Rachegedanken ins Dorf zurückgekehrt – erfahren, wer sie damals wirklich ins Heim gebracht hat.

Dem Buch sei eine Warnung vorangestellt: Es wird gefressen, sich vermehrt, zersetzt, geschlagen und Plasma gesungen. Niemand entkommt der rasenden Gewalt des veteranischen Wesens. Hermaphroditen, Kannibalen, Geschöpfe, die weder Tier noch Pflanze sind, gehen im Taumel der blütenlosen Hochzeit sofort in andere Formen des organischen Lebens über.

 

 

Das Bild zeigt die Autorin Anke Feuchtenberger mit roten, hochgesteckten Haaren und einem blauen Kleid.
(c) Gunter Glücklich

Die Autorin:

 

Die deutsche Comiczeichnerin Anke Feuchtenberger gilt als eine der renommiertesten Erfinderinnen und Zeichnerinnen von Bildgeschichten in Deutschland. Ihre Bücher sind nicht Comics im herkömmlichen Sinne, sondern auf Einzelzeichnungen beruhende Bilderzählungen, in denen sich, begleitet von kurzen Texten, dichte, oft heitere oder absurde Geschichten entfalten.

Anke Feuchtenberger wurde 1963 in Berlin (DDR) geboren. Hier absolvierte sie von 1983 bis 1988 ein Grafikstudium an der Kunsthochschule Weißensee, um im Anschluss als Freiberuflerin zu arbeiten. Sie entwirft Plakate und Illustrationen und beginnt Comics zu zeichnen. Bis zum Jahre 2000 erscheinen ihre Werke bei Jochen Enterprises, danach im MamiVerlag und bei Reprodukt.

Anke Feuchtenbergers Geschichten führen den Leser in eine vertraute und dennoch fremde Welt – keine Fantasiewelt, denn die Geschichten sind immer in der Realität verankert und zeichnen allenfalls eine Abstraktion der Wirklichkeit. So hat die Zeichnerin nicht nur mit der ihr eigenen Ästhetik die Bildsprache des Comics radikal erweitert, sondern auch für neue Inhalte erobert.

Seit 1997 lebt Anke Feuchtenberger in Hamburg, wo sie als Professorin an der Fachhochschule für Angewandte Wissenschaften Zeichnen und Grafisches Erzählen unterrichtet. Ihre Lehre hat Generationen von Comicschaffenden geprägt, darunter Namen wie Sascha Hommer, Barbara Yelin, oder Birgit Weyhe. Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen Veröffentlichungen und Ausstellungen international bekannt – ihre Comics in die französische, englische, italienische und chinesische Sprache übersetzt.

Für ihre Arbeit ist Anke Feuchtenberger vielfach ausgezeichnet worden. Sie erhielt unter anderem den e.o.plauen Preis, und zwei Mal den Max-und-Moritz-Preis („beste deutschsprachige Comickünstlerin“ (2008) und „Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk“ (2020). 2023 wurde Sie vom Senat der Freien und Hasestadt Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet.

Als erster Comic war Genossin Kuckuck in der Sparte "Belletristik" für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

 

 

Leseprobe:

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