Bilger Verlag

Hernán Ronsino: Lumbre

Roman

Geschildert werden drei Tage im März 2002: Der Erzähler Federico Souza kehrt nach etlichen Jahren der Abwesenheit in seine Heimatstadt zurück, weil ein alter Freund der Familie, Pajarito Lernú, unter ungeklärten Umständen gestorben ist – und ihm eine Kuh hinterlassen hat.

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Hernán Ronsino, Luis Ruby (Übersetzer)

Lumbre

Roman

340 S.

25,80 Euro (D), 34,00 CHF

ISBN 978-3-03762-055-7

 

 

Inhalt:

 

»Jedes Stück Mauer in dieser Stadt trägt, wie eine Haut, die Spuren meiner Geschichte.«
Mit Lumbre (spanisch für: Glühen) hat der argentinische Schriftsteller Hernán Ronsino einen Roman geschrieben, der von der Kritik in eine Reihe mit den grossen Romanen Südamerikas gestellt wird.
»Geboren bin ich – neunzig Jahre nachdem Urquizas Truppen auf den Ländereien von Gorostiaga gerastet hatten – am Morgen des 28. Januar 1942. Am Ufer der Laguna del Tigre. An diesem Tag – zur selben Stunde – notierte Pavese in sein Turiner Tagebuch – kann es sein, dass er um die Lagune wusste, um den Todeskampf meiner Mutter, die unter den Sternen verblutete, um mich zerbrechliches Wesen auf den Brettern des Milchwagens? –: Sich an etwas zu erinnern bedeutet, es – jetzt erst – zum ersten Mal zu sehen. Die Erinnerung ist ein lichtes Gebären.«
Geschildert werden drei Tage im März 2002: Der Erzähler Federico Souza kehrt nach etlichen Jahren der Abwesenheit in seine Heimatstadt zurück, weil ein alter Freund der Familie, Pajarito Lernú, unter ungeklärten Umständen gestorben ist – und ihm eine Kuh hinterlassen hat.
Eingebettet in den Hauptstrang des Romans, der Rückkehr Federico Souzas und das Verstreichen der drei Tage, gefüllt mit Fragmenten aus der Geschichte des Quartiers und ihrer Bewohner, finden sich zahlreiche – fiktive wie historische – Nebenstränge, etwa zum politisch motivierten Mord an dem modernistischen Dichter Carlos Ortiz in Chivilcoy. Und zur Verfilmung dieses Ereignisses mit einem Drehbuch aus der Feder von Julio Denis (Cortázar), in jungen Jahren als Lehrer in dem Städtchen.

Wie erzählt man einen Baum?
Die Wurzeln des Baumes reichen tief in die Geschichte des Landes, –die Äste reichen weit in das Geschehen auf der Welt, – die Blätter sind Namen, Splitter, Licht und Töne, – vieles erzählt wie eine Einstellung in einem Film der Coen-Brothers. Der Brutalität der provinziellen Wirklichkeit stellt Ronsino eine frappierende Leichtigkeit des Erzählens entgegen gegenüber, die nichts Oberflächliches hat und den Leser beglückt zurücklässt.

 

(c) Silva Pocha
(c) Silva Pocha

Der Autor:

 

Hernán Ronsino wurde 1975 in Chivilcoy geboren. Nach der Grundschule zog er nach Buenos Aires. Heute unterrichtet Ronsino an der Universität von Buenos Aires und an der Faculdad Latinoamericana de Ciencias Sociales (FLASCO).
2004 Te vomitaré de mi boca. Erzählungen.
2007 La descomposición. Roman
2009 Glaxo. (Dt. Letzter Zug nach Buenos Aires, bilgerverlag)

 

 

 

 

 

 

Der Übersetzer:

 

Luis Ruby, geboren 1970, lebt in München und übersetzte u. a. Javier Marías, Clarice Lispector und Jorge Amado. Er wurde u. a. mit dem Übersetzerpreis der Spanischen Botschaft (2003), dem Bayerischen Kunstförderpreis (2008) und dem Münchner Literaturstipendium (2013) ausgezeichnet und ist zweiter Vorsitzender des VdÜ.

 

Leseprobe:

 

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