Wagenbach

Tanguy Viel: Das Verschwinden des Jim Sullivan

Roman

Das Leben war schon mal netter zu Dwayne Koster, und so besieht er sich die Welt nun vorzugsweise von seinem Wagen aus und hört dabei Musik von Jim Sullivan. Das neue Buch von Tanguy Viel ist ein Roman hinter dem Roman. Eine hochkomische Parodie ebenso wie eine Hommage an den amerikanischen Roman.

 

Click to look inside!
Click to look inside!

Tanguy Viel, Hinrich Schmidt-Henkel (Übersetzer)

Das Verschwinden des Jim Sullivan

Roman

128 S., Gebunden mit Schutzumschlag

16,90 Euro (D) / 17,40 Euro (A) / 24,50 CHF

ISBN 978-3-8031-3264-2

 

 

Inhalt:

 

Dwayne Koster ist ein amerikanischer Literaturprofessor um die fünfzig. Er lebt in der verrottenden Autostadt Detroit (der passend depressiven Kulisse für seine große Krise), er ist geschieden, hat ein Techtelmechtel mit einer unglaublich jungen Studentin, und seine Exfrau Susan hat sich ausgerechnet mit seinem größten Widersacher eingelassen. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Gewiss kein Zufall, denn der Erzähler ist ein französischer Autor, der einen Roman nach amerikanischem Vorbild schreiben will, um endlich berühmt zu werden. Was fehlt ihm also noch, diesem Dwayne in der Midlifecrisis, zum amerikanischen Romanhelden? Eine klare zeitgenössische Verankerung (der Tod Kennedys, der 11. September, der Irakkrieg), ein Hang zum Alkohol und zum Glücksspiel, endlose Highways, die passende Filmmusik und maskuline Selbsterfahrung in freier Natur. Doch während der Erzähler sich selbst beim Erfinden eines Romans zuschaut, muss er erleben, wie seine Figuren lebendig werden und sich auf und davon machen.
Wie in einem gekrümmten Spiegel reflektiert dieser intelligente und sehr komische Roman sich selbst, er dehnt und verzerrt, quetscht und überzeichnet.
Virtuos und höchst unterhaltsam bespielt Tanguy Viel seine parodistische
Klaviatur.

 

 

Der Autor:

 

Tanguy Viel, geboren 1973, gehört zu den interessantesten französischen Gegenwartsautoren. Er lebt in Meung-sur-Loire und spielt gerne Tischfußball. In Detroit war er noch nie.

 

 

 

 

Der Übersetzer:

 

Hinrich Schmidt-Henkel, Jahrgang 1959, lebt als vielfach ausgezeichneter literarischer Übersetzer aus dem Französischen, Norwegischen und Italienischen in Berlin.

 

 

Leseprobe:

Dieses Buch in der Lieblingsbuchhandlung vor Ort oder hier kaufen.