12. Meldung aus Wien: Markttage in der Stadt - ein Rückblick

Barbara und Stefan Weidle (Alle Fotos: sw)
Barbara und Stefan Weidle (Alle Fotos: sw)

Neuer Hotspot für Bücher und mehr – vergangenes Wochenende, am 26. und 27.10., fand die Österreichpremiere eines speziellen Buchmarkts der Independent- und Kleinverlage in Wien im Museumsquartier (Arena 21) statt (siehe Vorbericht vom 23.10.). Dazu waren über dreißig Aussteller angereist, manche von weiter her aus Deutschland (Weidle Verlag und andere Verlage der Kurt-Wolff-Stiftung) und der Schweiz, andere kamen um die Ecke wie die Wiener Verlage Septime, Klever, Milena, Sonderzahl, über.morgen, Metro, PROverbis, Wundergarten, Holzbaum, Promedia, die edition atelier, die Editionen moKKa, Liaunig und Splitter sowie Zaglossus mit seinen queeren Büchern. So vielfältig und bunt ging es an allen Verkaufstischen zu, neben Comics und Graphic Novels von Pictopia oder Fantasy vom Verlag Mondwolf, Kinderbüchern bei Provinz fanden sich hauptsächlich belletristische Novitäten, Backlistperlen und Antiquarisches. Mehrere Verlage zeigten passend zur Aura der umliegenden Kunstmuseen ihre Kunstbuchtitel. Andere hatten ihre Postkarten dabei, wie der Verlag Neue Kritik seine schönen literarischen oder der Rabenmütter Verlag aus München („Aufstehen. Krone richten. Weitermachen.“), bei dem das Buchprogramm erst nächstes Jahr losgeht. Die eng getakteten Lesungen und Buchvorstellungen waren gut besucht.

 

Der Event kann als Erfolg verbucht werden: Die charmante Einbettung des BuchQuartiers in den großen Rahmen des Museumsquartiers gefiel, die schöne Ausstellungshalle war stets luftig gefüllt, keine Gedränge, aber reichlich interessierte Besucher. Viele von ihnen kamen mit den Verlegerinnen und Verlegern oder den anwesenden Autorinnen und Autoren ins Gespräch. Da kann Bücherkaufen leicht zum besonderen Erlebnis werden. Auch unter den Ausstellern fand ein reger Austausch statt.

Tatsächlich ziehen die meisten von ihnen eine überaus zufriedene Bilanz. Als der Regisseur Michael Haneke zur Signierstunde seiner Bücher, erschienen im Alexander Verlag, auftauchte, war auch der ORF zur Stelle und die Besucher ballten sich. Der kleine Markt wurde groß.

 

Der Initiator des BuchQuartiers, Clemens Ettenauer, fand seine Erwartungen übertroffen. Im nächsten Jahr gebe es auf jeden Fall eine zweite Ausgabe, die sicher doppelt so groß werde. An Licht und Akustik werde man feilen. Gerade für die kleinen Verlage sind solche informellen und leistbaren Bücherschauen von großer Bedeutung. Ein jeder kann sein ambitioniertes Programm empfehlen und sorgt für staunenswerte Entdeckungen alles zum Anfassen und Kaufen. Damit reiht sich das BuchQuartier bestens ein in die Reihe von Initiativen, die bereits aus mehreren deutschen Städten bekannt sind wie Kleine Verlage am großen Wannsee. Zur alljährlich stattfindenden Novembermesse Buch Wien kündigt sich eine spannende Oktoberalternative an. Wir merken uns den Termin.

 

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