Arco Verlag

Vladislav Vanĉura: Felder und Schlachtfelder

Roman

 

Vladislav Vančuras radikaler Roman von 1925 ist Echo auf einen Krieg, wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte: Modernistisch und durchwirkt mit archaischer Sprache, derb und brutal in Worten und Bildern. Ein Buch vom Untergang des alten Europas im Ersten Weltkrieg, von Menschen im großen Morden, von Apokalypse und vom Anbruch einer neuen Zeit.

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Vladislav Vančura, Kristina Kallert (Übersetzerin)

Felder und Schlachtfelder

Roman

240 Seiten, Leinen

22 €

ISBN 978-3-938375-70-9

 

 

Inhalt

Als Vladislav Vančura 1925 diesen großen Roman über den Ersten Weltkrieg vorlegte, verstörte dessen Form seine Zeitgenossen. Doch wie anders als zerstückelt und scheinbar chaotisch war zu erzählen, was 1914 über Europa hereinbrach und alle Ordnung mit sich riß? Die Landschaft ums Dorf Ouhrov an der Moldau in Böhmen hat zwar weiter Bestand. Was unter den Menschen Jahrhunderte Gültigkeit besaß, bricht dagegen zusammen. Die Söhne des Adelsgeschlechts der Danowitz ziehen aus ihrer Heimat aus, die Bauern werden von Äckern und Vieh weggerissen. Von den böhmischen Feldern führen alle Wege auf die Schlachtfelder Galiziens. In ganz Europa stehen sich Truppen gegenüber, um einander auszulöschen. Die alte Welt geht in Galizien, in Flandern und den masurischen Sümpfen unter. Nach dieser Apokalypse steht der Anbruch einer neuen Zeit bevor.
Kristina Kallerts Übertragung wird Vančuras ungeheurer Sprachmächtigkeit gerecht – im Atem der großen Erzählwerke Döblins, mit Anklängen an die Bibel, die Barockliteratur und den Expressionismus.

 

 

Der Autor:

Vančura wurde 1891 in Mährisch Schlesien geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg beteiligte er sich an der avantgardistischen Kunstlervereinigung Devětsil und dem Poetismus. 1929 kritisierte er mit sechs prominenten Literaten den moskauhörigen Kurs der KP und wurde von der Partei ausgeschlossen. Im 1939 besetzten Prag gehörte er dem Widerstand an. Am 1. Juni 1942 wurde er im Zuge der Vergeltungsmaßnahmen für das Attentat auf Heydrich erschossen. Vančura ist in Tschechien legendär; Hauptwerke wie Marketa Lazarová (1926) oder Rozmarnéleto (1924) wurden von František Vlačil bzw. Jiři Menzel verfilmt.

 

 

Leseprobe:

 

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