Drachenhaus Verlag

Tie Ning, Xu Kun, Sheng Keyi, Li Jingrui, Jiang Fang-zhou, Yu Yishuang,  Pang Yu, Zhou Jianing: Stadtleben

8 Frauen 8 Geschichten

 

In dieser ungewöhnlichen Kurzgeschichtensammlung verleihen acht der bekanntesten zeitgenössischen Autorinnen Frauen, die ihren Alltag in Chinas gigantischen Städten bestreiten, ihre Stimmen.

 

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Tie Ning, Xu Kun, Sheng Keyi, Li Jingrui, Jiang Fang-zhou, Yu Yishuang,  Pang Yu, Zhou Jianing
Karin Betz, Ulrich Kautz, Michael Kahn-Ackermann, Nora Frisch
(ÜbersetzerInnen)
Jing Bartz, Shi Zhanjun
(HerausgeberInnen)

Stadtleben

8 Frauen, 8 Geschichten
174 Seiten, Hardcover

19,00 EUR (D)

ISBN 978-3-943314-53-3

 

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Inhalt:

 

Eine Wanderarbeiterin, die eine Nacht mit ihrem Ehemann, einem Fernfahrer, verbringen möchte. Eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die sich nichts sehnlicher wünscht, als an den heimischen Herd zurückkehren zu können. Eine Studentin, die ein uneheliches Kind erwartet und auf familiäre Zerrissenheit trifft …
Diese Schicksale sind einzelne, bunte Webfäden, die in ihrer Gesamtheit den großen, wild gemusterten Teppich bilden, der für das komplexe und rastlose Leben in Chinas modernen Metropolen steht.

In den letzten Jahren ist in China eine neue Literatur jüngerer Autorinnen zu entdecken. Vertreterinnen dieser Richtung sind die unten angeführten Schriftstellerinnen, die mit weiblichem Blick die gesellschaftlichen Realitäten der chinesischen Gegenwart schildern. Ihre Texte handeln vom Leben als Frau in brüchigen Zeiten in einer Gesellschaft, in der Männer zwar immer noch das Sagen haben, in der aber aufmüpfige Frauen nicht mehr bereit sind, sich zu ducken. Die Erzählungen in "Stadtleben" provozieren durch ihre mutige, direkte Sprache und verweisen auf den Ausbruch aus weiblicher Benachteiligung.
Die lebendigen Erzählungen von acht zeitgenössischen chinesischen Autorinnen vermitteln tiefe Einblicke in den Alltag von Frauen aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten. Wie ein roter Faden zieht sich die Unverbindlichkeit zwischen den Protagonisten durch alle Geschichten. Zu Zugeständnissen scheint diese zwischen Tradition und Moderne schwankende Lebenswelt nicht bereit zu sein.
Genau darin jedoch, im Aufbau zuverlässiger zwischenmenschlicher Beziehungen, liegt eine der größten Herausforderungen, die der massive Wertewandel, ausgelöst durch den atemberaubenden Modernisierungsprozess, mit sich bringt.

Ungewöhnliche Perspektiven auf das moderne China.

 

(c) Drachenhaus Verlag / Hotlist
(c) Drachenhaus Verlag / Hotlist

Die Autorinnen:

 

SHENG Keyi wurde in den 1970ern in der chinesischen Provinz Hunan geboren und lebt heute in Beijing. Sie ist Verfasserin vieler Kurzgeschichten, die bereits in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Sie hat zahlreiche nationale Preise gewonnen. Ihr Sprachstil fällt vor allem durch seine Heftigkeit auf. Sie liebt es, mit dem Klang der Sprache zu experimentieren und ist bekannt für ihre scharfe Beobachtungsgabe und nüchterne Schreibweise. Von der New York Times wurde sie als „gemächlich aufsteigender Stern“ bezeichnet.

TIE Ning wurde 1957 in Beijing geboren. Sie ist Vorsitzende der chinesischen Kulturföderation und der chinesischen Schriftstellervereinigung. Als Verfasserin von Romanen und Kurzgeschichten wurde sie bereits sechs Mal wurde mit dem "Lu Xun Literaturpreis" und weiteren nationalen  Literaturpreisen ausgezeichnet. Die Verfilmung von "Ah, Duftschnee" wurde bei der 41. Berlinale gezeigt.
Teile ihres Werks sind in viele Sprachen übersetzt, die Lizenzen an große Verlage verkauft worden.
2015 wurde Tie Ning der Titel "Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres" verliehen.

XU Kun geboren 1965, ist Vizepräsidentin der Pekinger Schriftstellervereinigung. Nach ihrer Promotion im Fach Literatur arbeitete sie als stellvertretende Chefredakteurin für das Magazin "Volksliteratur". Sie verfasst hauptsächlich Romane und Bühnenstücke. Sie zählt zu den "schreibenden Intellektuellen der Post-60er Generation" und gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen chinesischer Schriftstellerinnen. "Die Küche" gehört neben vielen anderen zu ihren bedeutendsten Kurzgeschichten. Sie hat zahlreiche Preise gewonnen und ihre Werke wurden in viele Sprachen übersetzt.

LI Jingrui ist Absolventin der Nanjing Universität. Acht Jahre lang war sie als Journalistin für juruistische Angelegenheiten tätig, bevor sie sich ausschließlich aufs Schreiben konzentrierte. Unter anderem schreibt  sie für ihre eigene Kolumne in der chinesischen Ausgabe des "Wall Street Journal". In ihren zahlreichen Kurzgeschichten erkundet sie  vor allem menschliche Gefühle und Schicksale.

JIANG Fangzhou wurde 1989 in Hunan geboren. Im Alter von sieben Jahren begann sie bereits zu schreiben, mit neun Jahren veröffentlichte sie ihre erste Prosasammlung.
2008 wurde sie außertourlich an die Qinghua Universität aufgenommen, im selben Jahr wurde eine ihrer Kurzgeschichten in dem Magazin "Volksliteratur" veröffentlicht und unter anderem wegen des feinen Humors, der direkten Fragestellungen und der offenen Analysen mit dem "Volksliteraturpreis" ausgezeichnet.
Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie seit 2012  als stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift "Neues Wochenblatt".
Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin ist Jiang Fangzhou aktiv für das Fernsehen tätig.

PANG Yu
1993 geboren, ist Mitglied der Schriftstellervereinigung der Provinz Jiangsu. 2015 schloss sie an der Universität Nanjing am Institut für Drama, Film und Literatur ab. Sie veröffentlichte zahlreiche Stücke in diversen Magazinen, u.a. im Magazin "Volksliteratur". Viele ihrer Kurzgeschichten wurden ausgezeichnet. Sie ist Gewinnerin des vierten Kurzgeschichtenpreises "Goldener Volksliteraturstern" und vieler weiterer Literaturpreise.


YU Yishuang,1984 in Beijing geboren, ist Autorin und Medienfrau. Ihre Kurzgeschichtensammlungen wurden bereits mehrfach ausgezeichnet und ins Englische übersetzt. 2016 trat sie als Vertreterin der chinesischen Schriftstellervereinigung auf der Frankfurter Buchmesse auf.

ZHOU Jianing, Jahrgang 1982, ist Autorin und Übersetzerin englischer Literatur. Sie hat bereits mehrere Romane und Kurzgeschichtensammlungen publiziert, sowie chinesische Übersetzungen bedeutender englischsprachiger Schriftsteller wie Flannery O’Connor oder Joyce Carol Oates. Darüberhinaus schreibt sie für das Literaturjournal Newriting.

 

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