Elfenbein Verlag

Marcel Schwob: Manapouri

Reisebericht

 

1901 trat der französische Schriftsteller Marcel Schwob eine strapaziöse Weltreise in die Südsee an, weil er sich vom dortigen Klima Linderung seiner schweren Krankheit erhoffte und das Grab Robert Louis Stevensons, mit dem ihn eine Brieffreundschaft verband, auf Samoa aufsuchen wollte. Dabei verfasste er eindrucksvolle, poetische Reisebriefe.

 

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Marcel Schwob; Gernot Krämer (Übersetzer)

Manapouri. Reise nach Samoa 1901/1902

Reisebericht

Mit Briefen von Robert Louis Stevenson und Marcel Schwobs Essay über ihn

216 Seiten

22,00 EUR

ISBN 9783932245824

 

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Inhalt:

 

Mitte der 1890er Jahre befiel den Schriftsteller Marcel Schwob eine schwere Krankheit, die sich trotz mehrerer Operationen verschlimmerte und sein Schaffen fast vollständig zum Erliegen brachte. Auf ärztliche Empfehlung machte er eine Seereise, begleitet von seinem chinesischen Pfleger Ting und dem Affen Lanka. Einem Freund schrieb er vor der Abfahrt: »Ich schreite zu meiner finalen Behandlung. Wenn ich nach sechs Monaten nicht geheilt bin, gebe ich alles auf.« Das Ziel war Samoa, denn Schwob träumte davon, den Spuren seines Brieffreunds Robert Louis Stevenson zu folgen, der gleichfalls der Gesundheit wegen in die Südsee gereist war, und dessen Grab zu sehen. Die Briefe, die er unterwegs an seine Frau, die gefeierte Schauspielerin Marguerite Moreno schrieb, zeichnen die Etappen der Reise über Ägypten, Dschibuti, Ceylon und Australien nach. Sie enthalten eindrucksvolle, poetische Schilderungen von Wetter und Meer, sarkastische Porträts von Mitreisenden, Szenen aus dem Bordleben und Erlebnisse an Land. Die Reise entwickelte sich zu einer finanziellen und gesundheitlichen Katastrophe; Schwob kam nur knapp mit dem Leben davon und musste heimreisen, ohne Stevensons Grab gesehen zu haben. Er starb drei Jahre später in Paris.
Die Reisebriefe sollten den Grundstock einer literarischen Arbeit bilden, zu der es nicht mehr kam. Sie wurden postum veröffentlicht und gelten als ein Hauptwerk Schwobs. Ergänzt wird der Band durch die Briefe Robert Louis Stevensons an Schwob sowie durch einen Essay von Schwob über Stevenson.

 

(c) Elfenbein Verlag
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Der Autor:

 

Marcel Schwob (1867–1905) gehört zu den Geheimtipps der französischen Literatur um 1900. Innerhalb weniger Jahre schrieb er fünf Bände mit Erzählungen, um dann bis zu seinem frühen Tod als Schriftsteller zu verstummen.
Im Elfenbein Verlag erschienen bereits Schwobs Erzählbände »Das gespaltene Herz« und »Der Kinderkreuzzug«.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leseprobe:

 

 

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