Elsinor Verlag

Anthony Burgess: Der Feind in der Decke

Roman

 

Im zweiten Teil seiner Malaya-Trilogie wendet Anthony Burgess den Blick auf das Mit-, Neben- und Gegeneinander der Bevölkerungsgruppen kurz vor dem Abzug der Kolonialherren. Er zeichnet das bitter-amüsante Bild eines ethnisch, religiös und sprachlich vielfältigen Landes in einer historischen Umbruchsituation.

 

Das Cover zeigt Blätter von Dschungelpflanzen.
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Anthony Burgess; Ludger Tolksdorf (Übersetzer)

Der Feind in der Decke

Roman

220 Seiten

32,00 Euro [D]

ISBN: 978-3-942788-64-9

Erschienen im Juli 2022

 

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Inhalt:

 

Malaya, zweite Hälfte der 1950er Jahre: Während die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialmacht immer näher rückt, tritt der britische Lehrer Crabbe seine neue Stelle als Schuldirektor an. Nach der Liebschaft mit einer Malaiin am vorigen Verwendungsort gerät seine Ehe weiter in Gefahr, als Victor Crabbe nun mit der Frau seines Vorgesetzten anbandelt und Fenella Crabbe das Interesse des örtlichen Herrschers auf sich zieht. Zu allem Unglück wird Crabbe von einem missgünstigen Untergebenen bezichtigt, mit den Kommunisten unter einer Decke zu stecken. Doch die Wirklichkeit ist noch viel verworrener, der wohlmeinende Crabbe noch viel tiefer verstrickt, als ihm selbst bewusst ist …
In diesem zweiten Teil seiner berühmten Malaya-Trilogie wendet Anthony Burgess den Blick vor allem auf die verschiedenen Religionen Malayas und auf das Mit-, Neben- und Gegeneinander der Bevölkerungsgruppen, die am Ende der britischen Herrschaft vor allem die Abneigung gegen die abziehende Kolonialmacht eint. Mit Victor Crabbe und mit skurrilen Figuren wie dem erfolglosen Rechtsanwalt Hardman, der für die Ehe mit einer reichen Malaiin vom Katholizismus zum Islam konvertiert, gelingt es Burgess auch hier, das eindringliche und gleichzeitig von Komik durchtränkte Bild eines ethnisch, religiös und sprachlich vielfältigen Landes in einer historischen Umbruchsituation zu zeichnen. In der Übersetzung von Ludger Tolksdorf liegt die Trilogie nun vollständig in deutscher Sprache vor.
Im englischsprachigen Raum gilt die Malaya-Trilogie längst als ein Hauptwerk von Anthony Burgess und als ein zentrales Dokument der Kolonialliteratur. Geprägt ist das hoch originelle, anspielungsreiche Werk von harter Kritik am britischen Kolonialismus, Rassismus und europäischer Überheblichkeit im Umgang mit der Vielfalt an Ethnien, Sprachen, Kulturen und Religionen, denen viele Vertreter der Kolonialmacht verständnislos gegenüberstanden.

 

 

Das Bild zeigt den Autor mit einem Raben auf der Schulter.
(c) International Anthony Burgess Foundation

Der Autor:

Anthony Burgess, geb. 1917 in Manchester, gestorben 1993 in London. In den 1950er-Jahren Lehrer im Kolonialdienst in Malaya. Anschließend Tätigkeit als Schriftsteller und Komponist; Burgess schrieb u.a. mehr als 30 Romane, Drehbücher sowie zahlreiche Essays. Weltberühmt wurde er durch den von Stanley Kubrick verfilmten Roman „Uhrwerk Orange“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Bild zeigt den Übersetzer Ludger Tolksdorf im Garten.
(c) privat

Der Übersetzer:

Ludger Tolksdorf, 1974 im westfälischen Heessen geboren, studierte in Bonn und Leeds (UK) Amerikanistik, Anglistik und Geschichte. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Übersetzung von Vladimir Nabokov, "Briefe an Véra". 2019 erschien bei Elsinor seine Übersetzung des erstens Teils der Malaya-Trilogie unter dem Titel "Jetzt ein Tiger". Er lebt als Lektor und Übersetzer in Bonn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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