Transit

Anton de Kom: Wir Sklaven von Suriname

Eine Mischung aus Historiografie, Soziologie, Wirtschaftsgeschichte und Autobiografie

 

Das Buch ist ein antikolonialistischer und antirassistischer Klassiker, in dem von Ausbeutung, Armut und den Misshandlungen an den versklavten Vorfahren erzählt wird, aber aus deren Sicht. Sie bekommen ein Gesicht, eine Stimme. Und er beschreibt darüberhinaus Misswirtschaft und Widerstand in dem versklavten Land.

 

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Anton de Kom; Birgit Erdmann (Übersetzerin)

Wir Sklaven von Suriname

Eine Mischung aus Historiografie, Soziologie, Wirtschaftsgeschichte und Autobiografie

224 Seiten

20,00€ (DE), 20,60€ (AT), 29,30 CHF

ISBN 987-3-88747-383-9

 

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Inhalt:

 

Anton de Koms Buch wurde 1934 zum ersten Mal in Amsterdam veröffentlicht, dann zensiert, dann verboten. 1980 wurde es wiederentdeckt und 2020 in der holländischen Originalfassung veröffentlicht – und zum Bestseller. Das ist angesichts seiner politischen Aktualität nicht verwunderlich, es ist nicht nur eine Biographie, es ist eine Anklage gegen Rassismus, Ausbeutung und koloniale Unterdrückung – und deshalb so aktuell.

De Kom, Nachkomme surinamesischer Sklaven, Journalist und politischer Aktivist, von der holländischen Kolonialmacht verfolgt, ausgewiesen, inhaftiert und nach Protesten wieder frei, war einer der Ersten aus den europäischen Kolonien in Amerika, der in einem eindrücklichen und spannenden Manifest gegen den Kolonialgeist, gegen die brutale Unterdrückung und Versklavung, gegen die Überheblichkeit und Arroganz der weißen Eroberer protestierte. Er erzählt, wie Suriname (Nordostküste Südamerikas) erobert wurde, wie das »Eldorado« mithilfe von Sklaven ausgeplündert, die Eingeborenen vertrieben und teilweise durch »importierte« Sklaven aus Indonesien und Afrika ersetzt wurden. Und er entwirft das Bild einer internationalen menschlichen Gemeinschaft, die von Gleichheit, Toleranz und Solidarität geprägt ist. Dieser Haltung blieb er trotz aller Verfolgungen treu. Während des Zweiten Weltkriegs schloss er sich dem holländischen Widerstand gegen die Nazi-Besatzung an, wurde von der Gestapo verhaftet und nach Deutschland deportiert, wo er im April 1945 im Konzentrationslager Neuengamme (bei Hamburg) starb.

 

Obwohl das Buch seit Jahrzehnten als Klassiker gilt, ist es erst jetzt zum ersten Mal in Deutschland veröffentlicht.

 

 

Der Autor:

 

Anton de Kom, 1898 in Suriname geboren, arbeitete als kaufmännischer Angestellter, wurde wegen seiner politischen Aktivitäten nach Holland verbannt, arbeitete dort als Journalist und politischer Aktivist in antikolonialistischen Vereinen. Er starb im April 1945 im KZ Neuengamme. 

 

Leseprobe:

 

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