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Debora Vogel: Die Geometrie des Verzichts

Gedichte, Montagen, Essays, Briefe

Eine faszinierende Schriftstellerin der Avantgarde und emanzipierte Intellektuelle – daß Debora Vogel fast unbekannt ist, liegt vor allem daran, daß sie sich Jiddisch zur Literatursprache wählte und daß ihre Ermordung 1942 ihrem Schaffen ein Ende setzte. Die Lyrikerin, experimentelle Erzählerin und Essayistin  ist hiermit auf Deutsch erstmals zu entdecken.

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Debora Vogel, Anna Maja Misiak (Übersetzerin)

Die Geometrie des Verzichts

Gedichte, Montagen, Essays, Briefe

672 S., Hardcover, zahlreiche Abbildungen

ca. 32,00 Euro (D), 40,00 CHF

ISBN 978-3-938375-61-7

 

Inhalt:

 

Eine faszinierende europäische Schriftstellerin der Avantgarde und emanzipierte Intellektuelle – daß Debora Vogel fast unbekannt ist, liegt vor allem daran, daß sie sich Jiddisch zur Literatursprache wählte und daß ihre Ermordung 1942 ihrem Schaffen ein Ende setzte. Nur der Freundschaft mit dem heute als Erzähler berühmten Bruno Schulz ist es zu verdanken, daß ihr Name nicht gänzlich in Vergessenheit geriet. Ihre Gedichtsammlungen »Tagfiguren« (1930) und »Schneiderpuppen« (1934) sind hier auf Jiddisch und erstmals auf Deutsch zu lesen. Vogels Lyrik zeigt die Metropolen Paris und Berlin, spiegelt ihre Faszination für geometrische Figuren wider, drückt Liebesverluste oder das Unbehagen mit dem Kapitalismus aus. Debora Vogels Gedichte und experimentelle Montageprosa wie »Akazien blühen« (1935) lösten Kontroversen aus. In ihren Essays beschäftigt sie sich – neben Themen wie dem Rassismus und Antisemitismus – mit moderner Kunst, Film und Literatur, so u. a. mit Chagall, Malevič, Witkacy, Thomas Mann, Brecht, Céline und Rudolf Brunngraber. Vogels Poetik und die Hürden des Literaturbetriebs teilen sich in ihren Briefen aus ihrer Heimat Lemberg mit, u. a. an Bruno Schulz oder die jiddischen Modernisten in New York.

Illustrationen von Henryk Streng u. a.
Illustrationen von Henryk Streng u. a.

 

 

Die Autorin

 

Debora Vogel (1900–1942) – enge Freundin von Bruno Schulz, dem sie zum Durchbruch verhalf – wuchs in Galizien und Wien zwischen dem Polnischen, Deutschen und Hebräischen
auf; Jiddisch machte sie zu ihrer Literatursprache. 1926
promovierte sie in Krakau über Hegel, lehrte Psychologie und
Literatur in Lwów (Lemberg), arbeitete im jüdischen Waisenhaus, war Autorin,
Kunst- u. Literaturkritikerin. 1942 wurde sie im dortigen Ghetto
ermordet.

 

Leseprobe:

 

 

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