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Monika Rinck: Risiko und Idiotie

Streitschriften

In „Risiko und Idiotie“ fragt Monika Rinck nach den freundlicheren Möglichkeiten des Unverständlichen, des Idiotischen, Albernen, Überspannten und Stumpfen. Das Kirmespony, das jahrelang Nacht für Nacht alles noch einmal durchgemacht hat, ist losgeschirrt, der Sonntag des Metaphernmenschen dämmert. Es geht um die Dialektik von Schutz und Schutzlosigkeit und darum, was nach der Poesie kommt.

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Monika Rinck

Risiko und Idiotie

Streitschriften

272 S., Broschur mit Umschlag-Poster

19,90 / 20,50

ISBN 9783937445687


Inhalt:


Was wert ist, einmal getan zu werden, ist wert, immer wieder getan zu werden. Wollen Sie mein Idiot sein? Wollen Sie im herrschaftsfreien Diskurs mein Idiot sein? Das Privatsprachliche und das Idiotische stehen gleichzeitig auf und fragen: Woher die Konjunktur des Idioten? Es tummeln sich auf diesem Gelände einige Denker und Philosophen, sie tragen sich dem Idioten an. Dem Außenseiter, der sie alle, alle überragt! Mühelos und ohne es zu wollen. Völlig autonom, und vielleicht ein Spürchen stumpf. Ja, der Wunsch besteht darin, dass dessen Stumpfheit sich allen systemischen Ansätzen gegenüber als überlegen herausstellen möge, dass aus dem Gedankenlosen das komme, woran noch keiner gedacht hat und was in seiner abgründigen Einfachheit frappiert. Die Grenzen zur Weisheit fallen. Wenn das ein Symptom ist, ist es ein höchst interessantes, genauso wie die Entdeckung von Passivität, Müdigkeit, Trotz, Unvermögen, Dysfunktionalität als Rettungsboot. Aber es ist Freiwilligkeit, was dabei infrage steht: Kann man sich das aussuchen?
-- Monika Rinck (aus dem Vorwort)


(c) Sven Paustian
(c) Sven Paustian

Die Autorin:

 

Monika Rinck, geb. 1969 in Zweibrücken, lebt in Berlin. Veröffentlichungen u.a. „Begriffsstudio 1996–2001“ (fortgeführt unter www.begriffsstudio.de), „Ah, das Love-Ding!“, „zum fernbleiben der umarmung“, „Helle Verwirrung“, „Honigprotokolle“ und „I am the Zoo“. Mitglied des P.E.N., der Akademie der Künste Berlin und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.



Leseprobe:

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