Merlin Verlag

Tahar Ben Jelloun: Jean Genet, der herrliche Lügner

Tahar Ben Jelloun zeichnet ein eindrucksvolles Porträt des französischen Dichters Jean Genet. Gleichzeitig lässt sein Text die aufregenden Debatten der ausgehenden 70er wieder aufleben. Die Konflikte sind im Grundsätzlichen so ungelöst wie damals.

Tahar Ben Jelloun

Jean Genet, der herrliche Lügner

Aus dem Französischen von Christiane Kayser

220 Seiten, Fadenheftung, € [D] 22,00 | € [A] 22,70 | sFr. 31.50

ISBN: 978-3-87536-289-3

 

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Inhalt:

1974, als Genet und Tahar Ben Jelloun sich zum ersten Mal treffen, hat Genet längst nichts mehr gemein mit dem legendären Schriftsteller-Dieb, dem Heiligen und Märtyrer der 1950er und 60er Jahre. Er schreibt kaum noch und hat die Verbindung zu Sartre und Cocteau lange gekappt. Der politische Mensch Genet aber ist nach wie vor kreativ und ungezähmt. Leidenschaftlich engagiert er sich z. B. für die revolutionären Bewegungen der Black Panthers und der Palästinenser. In den folgenden Jahren, in denen Genet mal abtaucht, mal auftaucht, stößt er neue Projekte an und setzt sie wiederholt gemeinsam mit Tahar Ben Jelloun um: Interviews, Artikel, Drehbücher, Übersetzungen ... Bei aller Aufruhr, die seine politischen Interventionen regelmäßig in der Öffentlichkeit auslösen, durchlebt Genet selbst immer wieder Phasen extremer Zweifel, die auf seine große emotionale Zerbrechlichkeit hinweisen. Und was der Öffentlichkeit in diesen Jahren gänzlich entgeht, ist, dass der zu dieser Zeit bereits schwer kranke Genet alle verbleibende Energie in sein letztes großes Werk investiert, das er unmittelbar vor seinem Tod im April 1986  abschließt: "Ein verliebter Gefangener".


© Christiane Kayser
© Christiane Kayser

Der Autor:

Tahar Ben Jelloun ist Schriftsteller und Psychotherapeut und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der französischsprachigen Literatur aus dem Maghreb. Viele seiner Werke sind auf Deutsch erschienen, u.a. auch das für seine Tochter geschriebene Buch "Papa, was ist ein Fremder".

 

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